201306.26
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(Fachanwalt Strafrecht Berlin-Internetstrafrecht) BGH vom 19.3.2013: Bloße Verbale Schilderungen (hier: emails) stellen keine Wiedergabe eines „tatsächlichen“ oder „wirklichkeitsnahen“ Geschehens i.S. von § 184b StGB dar (1 StR 8/13)

Nach einer akuellen Entscheidung des BGH handelt es sich bei einer E-Mail, in der lediglich mit Worten der  an einem Kind vorgenommene sexuelle Missbrauch geschildert wird, nicht um eine kinderpornographische Schrift, die im Sinne von § 184b Abs. 2 und 4 StGB ein tatsächliches oder wirklichkeitsnahes Geschehen wiedergibt.

Auch wenn der Begriff der „Schriften“ im Sinne der Norm weiter gefasst ist als er etwa Rechtsakten der Europäischen Union zugrunde liegt, sind lediglich stellen bloß verbale Schilderungen keine Wiedergabe eines „tatsächlichen“ oder „wirklichkeitsnahen“ Geschehens dar.