201501.22
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Anwalt Strafrecht Berlin – BGH vom 14.10.2014 (2 StR 124/14) zur Abgabe von Dopingmitteln

1. Abgabe im Sinne des § 4 Abs. 17 AMG ist die körperliche Übergabe an einen anderen durch den Inhaber der Verfügungsgewalt in einer Weise, dass der Empfänger tatsächlich in die Lage versetzt wird, sich des Arzneimittels zu bemächtigen und mit ihm nach seinen Belieben umzugehen, insbesondere es zu konsumieren oder weiterzugeben.

2. Nach den auch im Arzneimittelrecht anwendbaren Grundsätzen der Bewertungseinheit bilden das Vorrätighalten zum Verkauf und die aus diesem Verkauf sukzessiv erfolgenden Abgabeakte materiell-rechtlich eine einheitliche Tat.

201112.06
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AG Hamburg 5.12.2011: Becherwurf im Bundesligaspiel – Verwarnung mit Strafvorbehalt für den Angeklagten (PM)

Der sog. „Becherwerfer“ im Fußball-Bundesligaspiel zwischen dem FC St. Pauli und dem FC Schalke 04 ist einer gefährlichen Körperverletzung schuldig. Dies hat heute das Amtsgericht Hamburg entschieden und den Angeklagten (44) unter Vorbehalt einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen à EUR 80 verwarnt. Dem Angeklagten wurde zudem die Auflage erteilt, an den durch den Becherwurf verletzen Linienrichter ein Schmerzensgeld in Höhe von EUR 1.500,– und weitere EUR 1.500,– an die Sepp-Herberger-Stiftung zu zahlen.

201010.08
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(Arzneimittelrecht) Urteil vom 28. September 2010 (4A_144/2010) Schweizerisches Bundesgericht weist Revisionsgesuch der Eisschnellläuferin Claudia Pechstein ab

Das Bundesgericht hat mit Urteil vom 28. September 2010 das Revisionsgesuch der deutschen Eisschnellläuferin Claudia Pechstein gegen einen Entscheid des Tribunal Arbitral du Sport (TAS) abgewiesen. Mit ihrem Revisionsgesuch machte Claudia Pechstein geltend, aufgrund einer neu entdeckten Diagnosemethode lasse sich nachweisen, dass sie an einer Blutanomalie leide.