201208.16
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(Jugendstrafrecht) BGH vom 17.7.2012 zum Erziehungsgedanken des § 18 Abs.2 JGG (3 StR 219/12)

Gemäß § 18 Abs.2 ist eine Jugendstrafe so zu bemessen, dass die erforderliche erzieherische Wirkung möglich ist. Die Urteilsgründe müssen deshalb,so der BGH in st. Rspr., erkennen lassen, dass dem Erziehungsgedanken die ihm zukommende Beachtung geschenkt und bei der Bemessung der Jugendstrafe das Gewicht des Tatunrechts gegen die Folgen der Strafe für die weitere Entwicklung des Heranwachsenden abgewogen worden ist. Formelhafte Erwähnungen des Erziehungsgedankens reichen grundsätzlich nicht aus.