Nach einer Rundverfügung aus dem Jahr 1968 (RV des JM NRW vom 30.März 1968) handelt es sich bei  Wirtschaftsstrafsachen um Verfahren wegen solcher Straftaten, die nach ihrer Begehungsweise oder wegen des Umfangs des durch sie verursachten Schadens geeignet sind, die wirtschaftliche Ordnung erheblich zu stören oder das Vertrauen der Allgemeinheit auf die Redlichkeit des geschäftlichen Verkehrs oder auf die ordnungsgemäße Arbeit der Behörden und der öffentlichen Einrichtungen zu beeinträchtigen.
Wirtschaftsstrafsachen können danach z.B. sein:

Massenbetrügereien beim Aufsuchen und bei der Vermittlung von Aufträgen, Schwindel bei der Vermittlung von Grundstücken, von Krediten und bei der Umschuldung, Leistungsbetrug bei öffentlichen Aufträgen, Subventionsschwindel, Untreue bei Kreditinstituten, Konkursdelikte, Wechselreiterei, aktive und passive Bestechung sowie Steuer- und Zollhinterziehungen von erheblichem Umfang.

Es ist ein Sammelbegriff für alle Strafvorschriften, die im Bereich der Wirtschaft liegende Tatbestände unter Strafe stellen.  Daher zählen auch Verstöße gegen das Urheberrecht, das Wettbewerbsrecht,  das Insolvenz- und Gesellschaftsrecht und zahlreiche andere Normen, die mit wirtschaftlicher Betätigung im Zusammenhang stehen, zum Wirtschaftsstrafrecht.

Eine profunde Kenntnis u.a. des Gesellschafts- und Handelsrechts, des gewerblichen Rechtsschutzes und des Internetrechts sind Voraussetzung für eine effektive Verteidigung.

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